Archiv für die Kategorie ‘Lebensräume’

Frühling im Tannheimer Tal dieses Jahr “4 Wochen früher”

Freitag, 15. April 2011

Der Winter hat sich dieses Jahr sehr schnell verabschiedet.

Die Felder sind jetzt im April schon recht grün, Frühlingsblumen blühen und die Temperaturen sind wunderbar.

Sonnenschein und Regen zur richtigen Zeit, haben die Natur förmlich explodieren lassen.

Da fühlt sich auch unser Hund, Brandlbracke Sam “pudelwohl”. Er schnüffelt, sucht und manchmal findet er auch was. Wald und Wiese sind ein Fest für so eine Hundenase.

Bei dieser Wanderung aufs Füssener Jöchle sind wir übrigens an einem interessanten Ameisenhaufen vorbei gekommen – eigentlich ein Hochhaus für Ameisen:

….die Ameisen sind fleißig und können den Panoramablick vermutlich nicht genießen…

Ich freue mich auf schöne Wanderungen, geselligen Hütteneinkehren und beeindruckenden Gipfelblicken mit Euch.

Rainer

Nature watch direkt vom Hotelbalkon

Montag, 17. Mai 2010

heute möchte ich euch einen von unseren “Haushirschen” vorstellen. Besagter streift seit ein paar Wochen um unser Hotel und es scheint ihm sehr gut zu gefallen. Auch ein zweiter seiner Gattung ist da aber selbigen hab ich photografisch noch nicht “erlegen” können. Bin aber mit meiner Kamera immer schussbereit!

Hirsch die erste

Hirsch die erste Photo by CM

Hirsch die zweite

Hirsch die zweite Photo by CM

Hirsch die dritte

Hirsch die dritte Photo by CM

Hirsch die vierte

Hirsch die vierte Photo by CM

“Weidmannsheil” euer Rainer

der vilsalpsee erwacht zu neuem leben

Dienstag, 27. April 2010

der vilsalpsee erwacht zu neuem leben. ich war die letzte zeit ein paar mal am vilsalpsee um ein paar schöne bilder abzulichten. man kann täglich beobachten wie sich der frühling über unser schönes naturschutzgebiet legt! aber sehr selber! viel spass mit den bildern!

euer rainer

Reierente (aythya fuligula)
Reierente (aythya fuligula)
vilsaplsee2704-7
“brutstätte” blässhuhn (fulica atra)

sumpfdotterblume (caltha palustris)
sumpfdotterblume (caltha palustris)

kleines alpenglöckchen (soldanella alpina)
kleines alpenglöckchen (soldanella alpina)

stockentenpärchen (anas platyrhynchos)
stockentenpärchen (anas platyrhynchos)

gänsesäger (mergus merganser)
gänsesäger (mergus merganser)

rehgeiß (capreolus capreolus)
rehgeiß (capreolus capreolus)

vilsalpsee mit aggenstein im hintergrund
vilsalpsee mit aggenstein im hintergrund

ps: ab freitag beginnt mein wandersommer mit der ersten wanderung! :-) )))

frühlingserwachen auf 1150m

Montag, 29. März 2010

war gestern mit meiner kamera unterwegs um den frühling zu fotographieren! und tatsächlich hab ich ein paar motive gefunden

huflattich (tussilago farfara)

huflattich (tussilago farfara)

frühlingskrokus (crocus albiflorus)

frühlingskrokus (crocus albiflorus)

seidelbast (daphne mezereum)

seidelbast (daphne mezereum)

weisse pestwurst (petasites albus)

weisse pestwurz (petasites albus)

kohlmeise (parus major)

kohlmeise (parus major)

ich denke in 10 – 14 Tagen wird die natur so richtig erwachen! freu mich schon drauf wenn es anfängt zu blühen und zu spriessen!

bis bald euer

rainer

das gamswild (rupicapra, rupicapra)

Samstag, 06. März 2010

das gamswild ist im gesamten alpenraum,in den pyrenäen, der tatra, in den abruzzen, in den karpaten und im balkan beheimatet. im schwarzwald, im elbsandstein- und altvatergebirge sowie in den vogesen wurden die gämsen ausgesetzt.

gamsgeiß

gamsgeiß

sie hält sich am liebsten im oberen waldgürtel auf, steigt aber im sommer auch bis zur schneegrenze auf 3000m und darüber auf wo sie in unzugänglichen bezirken lebt. im sommer wählt sie ihren stand in westlichen und nördlichen bergseiten, hingegen in den restlichen jahreszeiten finden wir sie eher auf südhängen. im winter rückt sie in tiefere lagen stets in den wald ab.

gamskitz

gamskitz

die brunft beginnt anfang november und erreicht gegen ende des monats ihren höhepunkt. die brunft der gams ist eine sehr lebhafte und stürmische. rivalisierende böcke bieten sich atemberaubende verfolgungsjagden über weite strecken und gefährliches gelände. die tragzeit ist mit 25 – 27 wochen variabel, 2 kitze pro geiß sind keine seltenheit.
die kitze folgen kurz nach der geburt ihren müttern, und sie bilden innerhalb der rudel einen sogenannten “kindergarten”. d.h. die kitze bewegen sich einem rudel und werden von einer oder mehreren muttergeißen bewacht.

kindergarten

kindergarten

junge böcke bilden auch kleine rudel und ziehen gemeinsam in revier umher. alte und ältere böcke leben abgesehen von der brunft ein einsiedlerleben. sie dulden keinen zweiten an ihrer seite.

mutterglück

mutterglück

die gämsen sind hervorragende kletterer. mit ihren weichen ballen an den schalen (hufen) und dem harten rand der schalen können sie mühelos über felsen auf oder ab springen und laufen.

gamsrudel

gamsrudel

bei den gämsen tragen sowohl der bock als auch die geiß hörner, die sie nicht wie das rot- oder rehwild im winter abwerfen. bei den böcken ist die krümmung des hornes ausgeprägter als dies bei den geißen der fall ist. bei einem erlegten tier kann der jäger an den jahresringen der hörner das alter bestimmen.

alles andere interessante über das gamswild erzähle ich euch auf einer unserer wanderungen im schönen tannheimertal!

euer rainer

das murmeltier (marmota marmota linne)

Montag, 20. Juli 2009

das kaninchen bis hasengrosse murmeltier kommt im hochgebirge der alpen und der karphaten (hohe tatra) vor. sein lebensraum erstreckt sich in eine seehöhe von ca. 750 bis 3200 m ü.d.m. haupsächlich auf sonnigen bergmatten mit spärlicher vegetation.

sein auge ist hochempfindlich und auch der gehörsinn ist gleichsam gut ausgebildet. es lebt gesellig in kolonien von bis zu 50 tieren und auch gelegentlich mehr  zusammen, ist meist scheu und wachsam, und stellt wachen aus die bei gefahr warnpfiffe austossen.

zur begrüssung berühren sie sich gegenseitig mit den nasenspitzen, sie “schnäuzeln”. es ist recht wehrhaft und nimmt es notfalls durchaus mit dem fuchs und grösseren hunden auf. es leistet sogar dem adler erbitternden widerstand.

murmeltier-1

was guckst du?

murmeltier-2

model

die nahrung besteht aus gräsern und kräutern der kurzrasigen hochgebirgshänge. es trinkt selten, aber viel auf einmal, wobei es nach jedem schluck den kopf in die höhe hebt. von august an beissen sie gras in grosser menge ab und trocknen es in der sonne, sie “heuen” also in gewissermaßen. das heu wird für den winterbau benötigt.

der winterbau führt ca. 5 – 7 meter tief in die erde bis zu einem grossen kessel. bevor der gang zum kessel endet geht er nochmal aufwärts damit kein sickerwasser eindringen kann. der kessel ist mit bis zu 15kg ausgepolstert. während des winterschlafs werden die lebensfunktionen auf ein minimum reduziert. die körpertemperatur passt sich der aussentemperatur an, die herzschläge werden auf 4 – 5 pro minute reduziert. der winterschlaf dauert je nach region zwischen 6 und 8 monaten.

murmeltier-5

zerzaust

murmeltier-4

neugierig

die bärzeit (paarung) erfolgt unmittelbar nach dem Winterschlaf. nach einer tragzeit von ca. 5 wochen setzt die katze (weibliches tier) 2 – 6 nackte, nichtsehende, zahnlose und zunächst taube affen (jungtiere). das männliche tier wird als bär bezeichnet. die affen werden ca. 6 wochen im bau gesäugt. die katze setzt ein jahr die paarung aus und kümmert sich um die noch nicht selbstständigen vorjärigen jungen. 

murmeltier

kletterer

in der volksmedizin sieht man im fett der murmeltiere ein heilmittel besonders gegen gliederschmerzen. deshalb wurden die tiere früher sehr stark bejagt was heute nicht mehr der fall ist.