das kaninchen bis hasengrosse murmeltier kommt im hochgebirge der alpen und der karphaten (hohe tatra) vor. sein lebensraum erstreckt sich in eine seehöhe von ca. 750 bis 3200 m ü.d.m. haupsächlich auf sonnigen bergmatten mit spärlicher vegetation.
sein auge ist hochempfindlich und auch der gehörsinn ist gleichsam gut ausgebildet. es lebt gesellig in kolonien von bis zu 50 tieren und auch gelegentlich mehr zusammen, ist meist scheu und wachsam, und stellt wachen aus die bei gefahr warnpfiffe austossen.
zur begrüssung berühren sie sich gegenseitig mit den nasenspitzen, sie “schnäuzeln”. es ist recht wehrhaft und nimmt es notfalls durchaus mit dem fuchs und grösseren hunden auf. es leistet sogar dem adler erbitternden widerstand.

was guckst du?

model
die nahrung besteht aus gräsern und kräutern der kurzrasigen hochgebirgshänge. es trinkt selten, aber viel auf einmal, wobei es nach jedem schluck den kopf in die höhe hebt. von august an beissen sie gras in grosser menge ab und trocknen es in der sonne, sie “heuen” also in gewissermaßen. das heu wird für den winterbau benötigt.
der winterbau führt ca. 5 – 7 meter tief in die erde bis zu einem grossen kessel. bevor der gang zum kessel endet geht er nochmal aufwärts damit kein sickerwasser eindringen kann. der kessel ist mit bis zu 15kg ausgepolstert. während des winterschlafs werden die lebensfunktionen auf ein minimum reduziert. die körpertemperatur passt sich der aussentemperatur an, die herzschläge werden auf 4 – 5 pro minute reduziert. der winterschlaf dauert je nach region zwischen 6 und 8 monaten.

zerzaust

neugierig
die bärzeit (paarung) erfolgt unmittelbar nach dem Winterschlaf. nach einer tragzeit von ca. 5 wochen setzt die katze (weibliches tier) 2 – 6 nackte, nichtsehende, zahnlose und zunächst taube affen (jungtiere). das männliche tier wird als bär bezeichnet. die affen werden ca. 6 wochen im bau gesäugt. die katze setzt ein jahr die paarung aus und kümmert sich um die noch nicht selbstständigen vorjärigen jungen.

kletterer
in der volksmedizin sieht man im fett der murmeltiere ein heilmittel besonders gegen gliederschmerzen. deshalb wurden die tiere früher sehr stark bejagt was heute nicht mehr der fall ist.